Buch Featherflame

  • Hallo ihr lieben Liebenden,

    ich wollte mich auch mal ein Geschichte schreiben versuchen und rauß gekommen ist ... das? Es ist eine Art Prolog oder Pilotfolge. Selbstverständlich stehe man für Kritik offen


    Buch Featherflame

    Prolog: Hoch im Norden


    Der Kontinent von Skyazul ist ein eigentlich ein warmer Ort. Reich mit bewachsenden Wäldern, Wiesen und bekannt für seine unglaublichen schönen Felsformationen, die entweder riesige Abhänge und Berge darstellten oder solche, die schon fast aussahen wie schwebende Inseln. Es war eins von insgesamt vier Kontinenten: Icevann, Sunimperia, Perishwhite und eben auch Skyazul. Sie alle wurden nach der dazugehörigen Göttin benannt, welche die Grundpfeiler abbildeten, was nach dem Glauben der dort lebenden Menschen wichtig war, für die Entstehung von Leben.


    Doch mit der Wärme bei uns im Dorf, war es anscheint eine Ausnahme. Ein Wunder war es nicht wirklich, da es an den Kontinent von Icevann angrenzte, was bekannt war für seine ebenfalls nicht zu verachtende Eis- und Schneelandschaft. Doch erging es uns gut, da die Sommer nicht zu heiß und die Winter nicht zu kalt waren. Es war dort einfach zu perfekt für ein harmonisches Leben in einem größeren Dorf namens Fuchsves.


    Fuchsves, ein Dorf im nördlichsten Teil von Skyazul, wo nur riesige Weizenfelder den tiefen, dunkleren Fichtenwald Einhalt bieten vermag. Natürlich war es Kindern nicht gestattet allein in den Wald zu gehen. Zu gefährlich war es dort mit all den bösen Füchsen, Wölfen und Bären. Nein Füchse waren nicht das eigentliche Problem und wenn, dann nur für den Hühnerbauern. Füchse waren für mich ehr erstaunliche Tiere, denn sie verkörperten Klugheit mit einem Spritzer Frechheit und Neugier. Vielleicht lag es auch daran, da sie ebenso rotes Haar besaßen wie ich.


    Doch obgleich der Wald schrecklich finster einher wirkte, sogleich sog es Kinder magisch an, auf Erkundungstour und Abenteuer zu gehen. Eltern wurden regelmäßig schaurig im Gesicht bei diesen Gedanken. Es war Egal ob Zäune, Holzpalisaden oder Mauern… Es war kein Hindernis für die Abenteuersuchenden, die immer dann raus schlichen, falls das Erkundungsfieber sie in den Wald rief. Den Eltern blieb dann meist nicht viel übrig, als dass sie der Statur, ein Ebenbild der Göttin Circela Skyazul, welche mitten im Dorf stand, ein Gebet zu schenken. Ob es half oder nicht, dass wusste keiner. Allerdings, Das Ergebnis sprach für sich…. Keins der Kinder ging jemals an den Wald verloren.


    Das Dorf war weit ab von jeglicher größeren Stadt und so war es nicht unüblich, dass Händler regelmäßig das Dorf besuchten und Ware, die es hier sonst nirgends zu haben war, mitbrachten. Selber lebte die kleine Gemeinde von dem Verkauf, an eben diesen Händler, von den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die so im Lauf des Jahres erbrachte wurden war. Auch eben dieser Abgeschiedenheit, Ruhe vor den Turbolenzen der großen Städte, lebten Händlersfamilien unter ihnen, die zusätzliches Ansehen ins Dorf brachten.


    Die Featherflames, eine Familie, die weit auf den Kontinent ein guter Ruf genossen, lebte erst seit kurzen in diesem Dorf. Mein Vater nannten sie meist den Fuchs, weil er sich sehr gut im Handel verstand und passend zu seinem roten Haar einen kleinen Zopf hatte, der damit den Schweif eines Fuchses ähnelte. Er war eben Stolz auf sein rotes Haar und dieses lies ihn, zusammen mit seinen seinem Drei-Tage-Bart sehr Imposant aussehen. Vielleicht war es auch ein Stück seines Geschäftsgeheimnisses und seines Erfolges, wer wusste das schon außer er selbst. Meine Mutter war aber mehr die Wordgewanderte und damit gerne etwas keck. Meist schauten die Leute nur verdutzt meinen Vater an, falls sie sich eine Wortschelle einfingen und sich fragten, wie er nur der Mistress des Hofes Featherflame sowas durchgehen lassen konnte. Nein, meine Familie war nicht eins dieser konservativen Beispiele, die man sonst gerne vorfand und stößt damit nicht immer auf Verständnis. Doch der Erfolg brachte ihnen Respekt und so gewährte man dies… unter argwöhnischen Blicken natürlich.


    Sie zog schon Hochschwanger zu Fuchsves hoch und es war klar abzusehen, dass es bis zur Niederkunft nicht mehr weit ist. Als es so weit war und kurz nach der Geburt das Bettlacken zwischen den Beinen meiner Mutter anfing zu kokeln, meinte sie nur, dass ich jetzt schon ganz nach ihr komme und gewiss ein „feuriges Temperament“ entwickle. Zu damaligen Zeit hatte sie eine Kerze im Verdacht, die, eines nahstehen Leuchters, welcher extra aufgestellt wurden war, damit die Hebammen im dunklen Raum wenigsten etwas sehen konnten. Doch dies sollte sich mit der Zeit weniger als des Rätsels Lösung erweisen...


    Als hätte mein Vater das vorausschauen können war unser großes Haus aus festem Gestein gebaut, welches nicht so schnell brennt oder Feuer fängt. Zum Glück! Sonst wäre die Geschichte vielleicht schon längst am Ende… Es stellte sich anscheinst nach heraus, dass ich Feuermagie beherrschen konnte. Wobei das Wort „beherrschen“ nicht wirklich zutrifft. Immer wieder passierten damit Unfälle und kleine als auch ab und zu so größere Brände. Es ließ sich nicht vermeiden, da Magie nicht weit verbreitet war wusste keiner wirklich damit umzugehen.


    Dabei basiert Magie auf den Energieerhaltungssatz, welcher grob gesagt beschreibt, dass Energie nicht wirklich aufgebraucht werden kann und diese einfach nur immer den einfachsten energetischen Zustand anstrebt, formt und sich verteilt. Besaß man aber die Fähigkeit diesen Zustand rückläufig zu machen, ähnlich als würde man eine kaputte Vase wieder zusammenpuzzeln wollen, kann man damit erstaunliches vollbringen. Die einfachste Form von Magie ist die, die Energie um einen herum in Bewegung zu versetzten. Wird nun diese Energie unkontrolliert in Bewegung gebracht entsteht so ganz einfach Wärme und auch … Brände. Es ist außerordentlich schwer diese zu kontrollieren und es war wesentlich einfacher etwas zu bewirken, wenn der Raum, der einen Umgab sprichwörtlich energiegeladen war. So war die Energie schon in einer höheren energetischen Form und man selber musste nicht mehr viel dazu puzzeln/lenken. Kerzen, Kamine oder andere offene Feuer lösten damit viel leichter eine Reaktion aus als ein kalter Raum. Es war nah an nicht Möglich dies zu erlernen aber längst nicht unmöglich.


    Doch wusste dies keiner zu der Zeit und so verschrieb der Erzbischof Benning Godfaith IV denjenigen zu, eine dämonische Teufelsbrut zu sein, die diese Fähigkeiten zeigten. Die Menschen hatten Angst und konnten sich diese Fähigkeiten nicht erklären und Benning gab ihn eine einfache Erklärung für all diese „Unfälle“, welche eine Erleichterung im Verstehen geben sollte und damit zugleich auch ein Feindbild geschaffen hat. Die Kirche konnte nicht gestatten, dass es Menschen gab, die weit zu mehr Fähig schienen, als die Kirche selbst. Die Menschen mussten an die „Fähigkeiten“ der Kirche glauben oder andernfalls ginge sie zugrunde. So fing es an, dass man jagt auf die machte, die eben solche Talente besaßen. So hieß es später „Mit dem Pakt eines Dämons seinen sie in Ungnade gefallen und müssten dafür im Feuer brennen, um so gereinigt zu werden“.


    Allerdings hatte ich den Schutz genossen, dass unser Dorf weit abgelegen war und deswegen nie unerwünschten Besuch von der Kirche bekamen, als auch das, dass sich niemand mit den bekannten Featherflames anlegen wollte, nur um damit nicht den eigenen Namen in den Schmutz zu ziehen.


    … Meine Familie fühlte sich dessen bewusst schnell unantastbar und so blieb es nicht aus, dass eben dies ihr zu Verhängnis werden sollte…


  • Chapter I: In die kalte Nacht entflohen


    Nun war es schlussendlich gekommen. Ich, damals noch ein kleines Kind stand eines Nachts allein am Rande des Waldes zum Dorf hin und blickte auf unser Hof zurück. Die Finsternis wich ein Meer aus Flammen, welches die groben Konturen von meiner ehemaligen Bleibe wiedergab. Alles was ich wusste war, dass mich meine Mutter, mitten in der Nacht, geweckt hatte und zu mir meinte ich solle tief in den Wald laufen. Sie war panisch und so, ohne zu verstehen, folgte ich ihr Flehen. Hier stand ich nun und war wie angewurzelt. Doch plötzliche Schreie und sich auf mir zubewegende Lichter, Fackeln holten mich zurück in die Realität. Waren es meine Eltern? Nein. Die Stimmen klangen zornig und Hasserfüllt und es waren viele. Davon eingeschüchtert rannte ich instinktiv so weit, wie meine Beine mich tragen konnten, weiter und immer tiefer in den Wald. Dutzende Fragen schossen durch meinen Kopf während ich auf der Flucht war. Was war nur Geschehen? Was sollte ich jetzt bloß jetzt tun? Wie sollte es weitergehen? Wohin sollte ich nur rennen und vor allem… Was war mit meinen Eltern?


    Mir war kalt. Kein Wunder, da ich nur mit einem Nachtkleid angekleidet durch den Wald lief. Es war eine kalte Spätsommernacht und die Winter fangen hier oben immer sehr früh an. Sollte ich versuchen mir ein Feuer zu entfachen? Doch diesen Gedanken verwarf ich gleich wieder. Ich war mir nicht sicher ob es mir gelingen würde und zudem hatte ich die Befürchtung, dass Sie mich so nur umso schneller finden würden. Also blieb mir nichts anderes übrig als weiter durch das Geäst zu stolpern. Völlig blind verfinge ich mich immer wieder an Ästen und Gestrüpp, dachte jedes Mal sie hätten mich zum Schluss doch eingeholt und gepackt. Mit jedem Mal wuchs meine Angst und trieb mich immer nur noch mehr an. Eine endlose Ewigkeit rannte ich so durch die Dunkelheit.


    Irgendwann schien ein schummriges Licht durch das Geflecht von Ästen. Ich hockte mich hin und lauschte in die Nacht. Stimmen? Einer lauter Schrei von einem Waldkauz war zu hören. Sonst war da Nichts außer ein sanftes Rauschen der Blätter, die sich in der Nacht bedrohlich auf und ab bewegten. Erst jetzt begriff ich, dass dies hier längst nicht mehr der Nadelwald war, den ich kannte. Mein Vater hatte mir viele Orte beschrieben und so auch, dass es auch andere Wälder gäbe, als die nur für mich bekannten Tannen und Fichten. Ein plötzlicher tiefer Schmerz zog sich durch meine Brust. Vater! Mutter! … Ich zitterte am ganzen Körper und beobachtete weiter verängstigt das so warm erscheinende Licht.


    Nach langen warten, auf kalten Boden entschied ich mich auf das Licht zuzugehen und fand eine einsame kleine Hütte vor. Das Dach gekleidet aus Stroh, die Wände texturiert aus brüchig gewordenen Lemm und Wäscheleinen, die keine Kleidung trockneten, sondern woran viele Sorten von Grässer hangen. Wer trocknet den schon irgendwelche Grässer, dachte ich mir. Mich selber fragend überlegte ich mir, was ich jetzt machen sollte. Anklopfen? Wäre es das Risiko wert? Vielleicht lebt auch ein Ungeheuer darin. Meine kindliche Fantasy ging mir durch und so stellte ich mir alles Möglich vor, was hinter dieser Tür hausen könnte. Doch lange hielt dieser Zustand nicht an, da plötzlich ein Rascheln aus dem neben mir stehenden Gebüsch ertönte. Als ich mich dazu hindrehte blickte ich in, vom Licht angestrahlte, leuchtende, bedrohlich wirkende Augen. „Bei Skyazul! Lass es bitte kein Wolf sein!“ Kam es mir durch den Kopf. Plötzlich fing dieses Wesen, dort im Gestrüpp an zu Fauchen. Mir war sofort klar, dass es weder noch ein Wolf oder ein Bär sein konnte. War es noch etwas Schlimmeres? Panisch trat ein ich Parr Schritte zurück, stolperte und fiel hin. Ich fing an zu schreien und die Tür hinter mir wurde aufgerissen. Eine Stimme war zu vernehmen: „Ah! Da ist ja mein kleiner Rumtreiber wieder.“ ging es mir entgegen.


    Ich drehte mich erneut um und sah, dass sich ein älterer Mann sich vor mir aufbaute und mich fragend anschaute. Er hielt eine gefüllte Schüssel in der Hand und stellte diese neben mir auf den Boden. Unter Kopfschütteln betrachtete er mich. Zugleich trat etwas aus dem Gebüsch hervor. Kein Fauchen, sondern ein Schnurren war jetzt zu vernehmen. Eine Katze? Ich hatte Angst vor einer Katze? Skeptisch musterte das Tier mich und versank sogleich darauf ihren Kopf in die mit Milch gefüllte Schüssel. „Nun… Darf ich dich fragen wie du heißt, kleines Kind?“ der Man fragte nach meinen Namen und stand weiterhin aufrecht in der Tür. Nur zögernd antwortete ich darauf „Ha... Haru“. Es entging ihm nicht, dass ich fror. Er macht ein Schritt zur Seite und lud mich in sein Haus ein. „Ich weiß zwar nicht was passiert ist liebe Haru. Aber du solltest dich erstmal aufwärmen.“ Endlich machte sich Erleichterung in mir breit und schon bald liefen mir daraufhin die Tränen. Es war tatsächlich ein Befreiungsschlag endlich wieder ein wenig Hoffnung schöpfen zu können. Diese albtraumhafte Nacht werde ich nie vergessen können. Dennoch, der Gedanke, dass ich nun keine Heimat hatte sowie nichts wusste über den Verbleib meiner Eltern machte mir weiterhin eine große Angst.

  • Chapter II Neue Bekanntschaft


    Zusätzlich zu einen Glass Mich bekam ich ein Platz neben dem wärmenden Kaminfeuer. Der alte Mann und ich saßen eine halbe Ewigkeit am knisternden Feuer und schwiegen uns gegenseitig an. Auf einmal unterbrach der weißhaarige Mann das Schweigen und bot mir eine selbst geflochtene Matte als Schlafplatz an. Es sei nicht das gemütlichste aber dennoch besser, als auf den kalten Steinboden zu schlafen, meinte er weiter. Ich hatte wohl nicht gemerkt, wie müde ich selbst war, da ich sehr schnell einschlief und das obwohl nach alledem, ich in einem Fremden Haus war.


    Es war wohl schon Nachmittag als ich wieder zu mir kam. Ein vertrauter Geruch ließ mich langsam erwachen. Doch spürte ich ein schweres Gefühl auf mir liegen. Irgendwas lag auf mir! Nicht wirklich schwer, als dass man sich nicht mehr bewegen könnte. Ich versuchte in meinen halbwachen Zustand danach zu greifen. Aber eh ich dazu kam, fauchte mich dieses etwas an. Nach einem Moment der Ratlosigkeit war mir bewusst was das war. Das Gefühl von schwere löste sich und ich blickte in das Gesicht der Katze, die sich streckte. Sie schien selbst erst wach geworden zu sein. Plötzlich lachende Worte ließen mich aufhorche. „Milla hat dich wohl schon liebgewonnen.“ Langsam kam mir alles wieder in den Kopf. Unser Haus, das Feuer, die Flucht und eben diese Hütte. Ich entgegnete der Aussage von eben mit einer stumpfen Frage. „Eintopf?“. Jetzt wurde mir klar woher ich den Geruch kannte. Ein lautes Lachen ging durch den Raum. Die nicht mehr allzu fremde Stimme meinte darauf hin, dass ich anscheint einen riesigen Hunger hätte. Dies stimmte zwar auch… Aber eine Antwort hielt ich mir zurück. Immer noch daliegend richtete ich mein Kopf auf und schaute mich in den Raum um. Finden wollte ich die Quelle vom hungertreibenden Geruch, als auch der, der Stimme.


    Wenige Momente später fand ich mich in einer kleinen Küche wieder. Auch hier hangen seltsame Sträucher und Grässer, überall im Raum verteilt. Ein großer Topf hang über eine Feuerstelle. Daneben stand, für den ersten Blick ein gebrechlicher älterer Herr mit grauem Haar. Er drehte sich Haru zu und erklärte, dass es noch ein Parr Stunden bräuchte eh das Essen fertig sei. In der zwischen Zeit wolle er die Zeit nutzen um nachzuholen, sich vorzustellen.


    „Also mein Kind. Ich bin Herb. Ein, wie du siehst, schon in die Tage gekommener alter Greis. Ich lebe schon seit langen Zeiten in diesen Wald zusammen mit meiner kleinen alten Katzedame Milla. Mit ihr hast du ja bereits Bekanntschaft gemacht. Heute bekommen wir hier eher seltener Besuch. Deshalb bin ich hoch erfreut dich kennen zu lernen Haru.“


    Es stellte sich raus, dass der Mann über allesamt Kräuter und Heilmittel Bescheid wusste. So habe er damals sein Brot verdienen können. Von viele schrecklichen Krankheiten mit guten als auch schlechten Ausgang, wusste er zu berichten. Leute waren über seinen Rat und Beistand in diesen schlimmen Phasen, die sie blakten, äußerst dankbar. Doch nicht alle, die er besuchte konnte er auch helfen.


    Aber längst nicht jeder konnte es verstehen, dass es nicht immer eine Möglichkeit gab etwas zu tun. In tiefer Trauer und Unverständnis darüber entwickelten sie teilweise ein grässlicher Zorn über Herb. Beschimpfungen war dabei noch das mildeste Übel, das über ihn hereinbrechen konnte. Bedienen tat er sich zusätzlich über Verfahrensweisen und Wissen, welches über das Maß, was die Kirche gestattete, hinausging. Er wusste das es gefährlich war und damit verbundenen Risiken waren ihm bekannt. Doch war er ein Mann der Wissenschaft, wie er sich selbst beschrieb. Selbst die kleinste Chance auf Rettung wollte er nicht unversucht lassen, um vielleicht so doch noch helfen zu können.


    Schon öfters habe es Beschwerden bei der Kirche über ihn gegeben. Aber Aufmerksam wurde diese erst bei seinem letzten Fall, wo er sich um eine Tochter eines sehr einflussreichen Marktgrafen kümmern sollte. Es stand schon recht schlecht um ihr, als er sie das erste Mal besuchte. Es war eine Krankheit über die man noch nicht viel wusste und da der Vater auf Knien rutschte und flehte, fasste er sich ans Herz und nutze auch diesmal umstrittene Methoden. Nach all den Mühen bekam die kleine, noch während der Behandlung einen Schock. Mit großer Not versuchte Herb er Lage Herr zu werden. Vergebens… Mit widerlichem schmerzverzogenem Gesicht verstarb sie unter Quallen. Momente der Regungslosigkeit vergingen, als die beiden Männer auf den Leichnam starrten.


    Herb konnte es nachvollziehen, wie der Graf sich gefühlt haben musste. Seine Tochter war alles, was ihm noch verblieb. Denn die Mutter des Kindes verstarb kurz nach der Geburt. Schon dort habe der damalige Medikus, laut des Grafens das Leiden scheinbar nur verschlimmert.


    Der Graf brach, wie auch seine Welt in einen kurzen Augenblick zusammen. „Ihr… Ihr habt sie mir genommen. Sie getötet. Habe ich euch nicht aufgetragen sie zu heilen?“ Kam es schreiend und krächzend Herb entgegen. Noch selbst ganz benommen von dem Vorfall, wusste er nichts darauf zu sagen. Unter 100 böse Flüche garantierte der Graf, dass es ein Nachspiel haben werde und vertreib ihn auf Schnellste von seinem Hof. Herb wusste sofort, dass es diesmal keine leeren Wörter und Versprechen sei. Er ahnte genau welche Verbindungen dieser Graf hatte. Nur weil er diesmal ein wenig zu viel Mitleid hatte, habe er ihn Erlaubt bei der Therapie mit anwesend zu sein, habe er ihn erzählt über, die nicht ganz so kirchlicher Möglichkeit. Diese Nachlässigkeit wird ihn jetzt aufholen kommen… Noch in der selbigen Nacht floh er aus seiner Heimat.


    Jetzt lebe er hier, in einer kleinen Hütte, welche er mit seiner Katze teilte. Weit weg von seiner Heimat lebe er vom Brauen und Erstellen von Heilmitteln, die er in einem nahelegenden Dorfe verkaufte. Nun hatte ich die Antwort, warum überall im Haus dieses, auf mich wirkende Unkraut hang. Ich empfand die Geschichte als sehr traurig, aber nicht unähnlich zur meiner und so berichtete ich Herb von meinem Vorfall und brach mein schüchternes Schweigen ihm gegenüber.


    Während ich dabei war meine Geschichte zu erzählen kamen mir regelmäßig die Tränen und die Ratlosigkeit stand mir ins Gesicht geschrieben. Herb nahm mich herzlich in die Arme und spendete mir ein Parr tröstende Worte. „Du Haru, ich kann versuchen bei meinen Besuchen im Dorf etwas über deine Eltern herauszufinden. Ein Versuch ist es ja wert meinst du nicht? Du könntest erstmals auch hier unterkommen. Der Eintopf ist allein sowieso immer zu viel, da wäre ich über ein wenig Hilfe sehr Dankbar.“ Nach seinen Worten goss eine Kelle Eintopf in einer kleinen Schüssel, welche er auf den Boden platzierte. Argwöhnisch roch Milla dran, nur um wenig später den Inhalt gierig zu versputzen.


    Von dem Zeitpunkt an lebte ich also zusammen mit Herb und einer Katze namens Milla in einer Hütte mitten im Wald. Dadurch, dass Herb sich in Medizin verstand, brachte er mir viele Sachen bei um in Notfall mich selbst versorgen zu können. Man solle auf alles vorbereitet sein.

  • Chapter III Tag am Marktplatz


    Schon nach ein Parr Jahren konnte ich viel in der Obhut meines neuen Ziervaters lernen. Ich konnte die meisten Kräuter auseinanderhalten und ebenso allerhand Tränke brauen. Außer Haushalt und das Sammeln von Kräutern gab es sonst nicht viel zu tun. Also las ich all die Bücher zu diesem Thema gierig, die mir Herb mir mitbrachte. Bis heute frage ich mich, ob er sich jedes Mal schuldig gefühlt haben musste, weil er nie mit guten Nachrichten nach Hause kam und ich immer ein Kopfschütteln zurückbekam, wenn ich wegen meinen Eltern nachgefragt habe. Mir war so, als wollte er sich damit in einer gewissen Art und Weise bei mir Entschuldigen. Das Ganze ging die ersten Jahre so bis ich alt genug war selbst allein ins Dorf zu gehen. Erst ab dem Punkt wurde mir klar, wie teuer Bücher im Allgemeinen waren. „Das hat er mir nie erzählt“ ging es mir durch den Kopf.


    Ich Vertrieb mir teilweise meine Zeit bei dem herumschlendern auf den Marktplatz, wo ich mir viele tolle und interessanten Sachen ansah. Doch ein Stand hatte eines Tages meine ganz besondere Aufmerksam geweckt. Er war nicht sonderlich auffällig und dennoch, sein Aushängeschild und dessen Beschreibung, der dort verkauften Waren, konnte ich nicht ignorieren. Worte wie, Lehren der Magie, Zauberkunst, Totems und magische Artefakte, Liesen mich einen Blick über sie haschen und meine Augen groß werden. Ich glaubte zu Wissen, dass alles was dort zum Verkauf angeboten wurde, sei nur billiger Schrott und bestimmt nichts Wert und maßlos überteuert. Doch ein Buch hatte es mir angetan und als ich es mir ansehen wollte, schlug mir der Händler des kuriosen Standes auf die Hand. „Finger weg!“ zischte er mir zu. „Das ist kein Buch für Leute ohne gewisse Fähigkeiten“. Ich horchte auf. „Fähigkeiten? Was für welche?“. Die dürre Erscheinung schüttelte verächtlich den Kopf und meinte, dass ich mir keine Hoffnung machen solle. Mit Übereifer setzte ich forsch weiter an „Los erzählt es mir. Was meint ihr damit? Was steht in diesem Buche geschrieben?“. Auf einer Zynischen Art und Weise unterbrach er mich bei meinen Fragen. „Sonst was? Wollt ihr meinen Stand sonst in Flammen aufgehen lassen? “ Spöttisch lachte der Mann mich aus. Mir überkam der Gedanke, als hatte er dies mir Absicht gesagt, als hätte er es heraufbeschwören wollen.


    Meine Neugier verlangte danach das Buch näher zu untersuchen. So sehr wollte ich wissen, ob es mir helfen könnte das Ganze zu verstehen und es eventuell zu lernen damit umzugehen. Es müsste ja nur ein wenig Überzeugungsarbeit her, so mein Gedanke. So wich das selbstgefällige Grinsen, als ich meinen Mantel, den ich umhatte, um mich so vor Leuten zu verstecken, die mich vielleicht wiedererkannten könnten, ein wenig zur Seite wich. Darunter verbogen hatte ich mir meinen Arm und zeigte ihm, was über meiner offenen Handfläche luderte. Sie war nicht groß, ehr wie eine kleine Flamme von einem Streichholz. Ich konnte immer noch nicht den ganzen Prozess wirklich steuern und meine Fortschritte waren klein. Ich war mir nicht mal sicher, ob ich schaffen würde auf Kommando den Laden wirklich in Brand zu stecken. Es war ein kleiner Bluff, der allerdings seine Wirkung zeigte.


    Sein Blick fiel zurück zu meinen. „Hihi Kleines. Ich hoffe doch, dass du nicht wirklich vorhast die Worte in Taten umzusetzen? Wäre ja Jammerschade um das schöne Buch oder?“ Noch von mir und den Erfolg der kleinen Showeinlage fasziniert, schob sich ein kleines Grinsen auf mein Gesicht.


    „Ich verstehe nun warum dich das Buch so sehr interessiert mein Kind. Aber Bücher, wie diese gibt es nicht in großen Auflagen. Du wirst verstehen müssen, dass sowas die große Kirche nicht gutheißen kann.“ Ich wich mit einem winzigen Schritt zurück und richtete mich gerade auf. Es machte Sinn, was der Mann sagte. Ob es verboten sei überhaupt solche Bücher zu besitzen? Noch bevor ich die Frage stellen konnte schüttelte er den Kopf du meinte, dass Leute, die solch ein Buch besitzen und erwischt werden, keine schöne Zukunft hätten und zwischen Scheiterhaufen und Galgen wählen durften. „Aber warum verkauft Ihr dennoch solche Exemplare? Ist das nicht reiner Selbstmord so etwas zu tun?“ Nach meiner Frage fing er lautstark an zu lachen. „Die Kirche hat gewiss ein großer Einfluss, doch hier in einem kleinen Dorfe ähnelt der Fluss ehr an einem Rinnsal. Dazu kommt, dass Menschen von Natur aus empfänglich sind für jeglichen magische Firlefanz.“


    Mit einmal wurde sein Blick finsterer. „Damit lässt sich gut Geld machen. Also mein kleiner Rotfuchs… hast du auch das nötige Kleingeld?“ Etwas zögerlich schaute ich auf das Preisschild und fing an zu überlegen. Ich hatte die letzte Zeit immer was beiseitegelegt und zusätzlich mit meinen heutigen Verdients hätte es dennoch nicht gereicht. Niedergeschlagen schüttelte ich den Kopf und zeigte ihm den Inhalt meines Geldbeutels. Ein Lächeln war auf den sich erhebenden Gesicht zu erkennen. Nun, da du mein Laden mit aller Großzügigkeit verschont hast, will ich dir auch ebenfalls Entgegen kommen. Es soll deins sein, Kleines“.


    „Aber ist das Buch jetzt wirklich echt“? Meine letzte Frage, wich er aus. Er könnte es nicht sagen, da er keine Veranlagung hätte für sowas. Ich wog ab und nach drei bis vier Sekunden Gedenkzeit entschied ich mich, das Buch doch zu erwerben. Die Euphorie obsiegte den Gedanken, es könnte sich um eine Fälschung handeln. So war ich mir sicher ein guter Handel eingegangen zu sein.


    Wieder Daheim, präsentierte ich mein Fund Herb gegenüber mit vollem Stolz. Doch gingen große Augen in einen Seufzer über. „Du glaubts doch nicht, dass das Buch echt sei oder? Hast du eine Ahnung welch Ärger das mit sich bringen kann? Du solltest es wieder zurückgeben“. Herb wusste zwar von meinen Fähigkeiten, baute aber nicht drauf. Für ihn war es wissenschaftlich nicht erklärbar und so verleugne er das Wort „Magie“ und alles, was damit zu tun hatte. Kopfschüttelt schaute ich ihn an. Nach einem Moment bedrückenden Schweigens verlies Herb das Zimmer. Er konnte nie wirklich gut damit umgehen, falls ich ihm widersprach. Normalerweise machte es mir immer ein schlechtes Gewissen, sodass ich danach immer nachgab. Weitere Minuten schaute ich auf das Buch, welches in meinen Händen war, herab.


    Nein! Diesmal nicht. Ich hatte es mir erkämpft und somit konnte ich es nicht einfach wieder hergeben. Außerdem war ich Schlicht weg zu Neugierig auf den Inhalt gewesen. Ich erfasste mir den Entschloss das Buch zu behalten und noch in derselben Nacht verschlang ich jedes Wort, welch darin geschrieben stand.


    Tag für Tag machte ich mich auf, tiefer in den dunkleren Wald um zu üben. Unter den Vorwand Kräuter zu sammeln, schlich ich mich schon früh morgen aus dem Haus und machte mich mit einem Eimer Notfalllöschwasser aus dem Staub. Der Eimer diente nicht nur für den Transport von Wasser sondern eignete sich nach dem ganzen Versuchen auch gut für den Transport der Kräuter. Auch wenn Herb es nie gutgeheißen hat, dass ich das Buch behalten hatte. Hatte er aber anerkannt, mit wie viel Fleiß und Freunde ich dran gearbeitet hatte.

  • Chapter IV Träume eines Monsters



    Kinder die lachten.


    Kinder die einen verachten.


    Die mit dem Finger auf einen zeigten.



    Leute die auf den Marktplatz riefen.


    Jene, die doch dabei dich nur beschimpfen.


    Sich verächtlich ihre Nase rümpfen.



    Eltern die nicht weiter wussten.


    Mich im ihren Haus verstecken mussten.



    Einsamkeit war mein einziger Freund.


    Draußen wäre es Gefährlich, hatte sie mir eingebläut.


    Meine Kräfte hatte ich immer schon bereut.



    Alles was danach passierte war nur noch aus Feuer.


    Genommen wurde mir das, was mir eins teuer.


    Flüchten musste ich als Kind, ohne meine Betreuer.



    Mehr als Dunkelheit im Wald umgab mich nicht.


    So fand ich später doch ein kleines Licht.


    Bleiben dufte ich, so war der alte Mann drauf erpicht.



    Mein Leben hier mir doch besser gefiel.


    Aber auch das war nicht wirklich stabil.


    Was war meine Aufgabe, mein Ziel?



    Wer bist du, wer willst du sein?


    Machen konnte ich auf diese Fragen mir keinen Reim.


    macht meine Finsternis, mich immer weiter klein.



    Frust, Hass und Zorn, sie wächst.


    Andere zusammen mitreißen sie mich lässt.



    Nun stehe ich hier in vom irgendwen seine Asche.


    Meine Erinnerung an was passierte, verblaste.


    Warum empfand ich diese Erleichterung so klasse?



    Bin ich das, wie sie mich schon damals nannten?


    Das Monster, weswegen sie mich anklagten?


    Meine Eltern mich deswegen verbargten?



    War das der Beginn von etwas Neuen?


    Ich brauchte mich nicht mehr vor jeden scheuen.


    So viel Macht konnte ich mir nicht erträumen.


  • Chapter V Schlaflos


    Schreiend und verängstigt lag ich da. Es war wieder mal einer diese Nächte, wo mich meine Träume nicht mehr schlafen ließen. Sie fingen immer gleich an. Erst friedvoll, mit den ersten Tagen auf der Schule, wo dann zunehmend alles nur Schlimmer wurde. Zunehmend wurde es immer chaotischer, nicht mehr wirklich ordnerbar, bis hin zum Ende – dem großen Feuer.


    Bruchstücker aus Vergangenheit, Erlebnisse und Emotionen setzten mir scheinbar im Schlaf zu. Von Tränen durchsetzt saß ich im Bett reglos da und machte mir Gedanken darüber, wie es nur so weit kommen konnte. Ich nahm an, mit dem Feuer war mein altes zu Hause gemeint. Allerdings war noch mehr im Traum versteckt. Aber egal wie ich es auch versuchte, ich konnte mich nicht daran erinnern, was im Traum noch geschah.


    Herb hatte scheinbar nie wirklich etwas davon mitbekommen. „Alter Schnarchsack“ witzelte ich mir in Gedanken zu, um mich so auf andere Gedanken zu bringen. Doch half es nur kurzfristig. Im Dunklen schlich ich mich aus dem Bett und machte mich auf die Suche nach meinen Magiebuch. Unterwegs stolperte ich über Milla die sich mitten im Raum zusammengerollte hatte. Böse Augen fauchten mich von ihrer Seite her an. „Pssst… nicht so laut. Bitte!“ Nach ein bis zwei Streicheleinheiten ließ sich diese kratzbürstige Fellknäul bändigend und rollte sich erneut zu einem Ball zusammen. Bald darauf erreichte ich das Regal und erhaschte mein Buch, stohl mich langsam zurück zu meinen Schlafplatz und suchte mir eine Kerze.


    Ich blätterte wie wild hin und her. „Ob es etwas gäbe gegen diese Träume oder etwas zum Einschlafen?“ überlegte ich mir. Geplagt von Müdigkeit wollte ich etwas suchen, was mich gegen diese ständigen Albträume schützen könnte. Doch finden konnte ich leider nichts. Die ganze Nacht war ich nicht zur Ruhe gekommen. Lag nur im Bett und dachte über so Vieles nach. Gedanken wie, dass das ganze vielleicht nie passierte wäre, hätte ich einfach keine Begabung für Magie oder man könnte so ein viel besseres Leben führen zusammen mit meinen Eltern. Jedes Mal, wen ich solche Gedanken hatte durchbohrte es mein Herz. Die Hoffnung, dass sie noch am Leben sein, hatte ich kaum noch. So sind doch schon seit den Geschehnissen mehrere Jahre ins Land gegangen ohne jegliche Hinweise auf ihrem Verbleib.


    Wieder überkam mir ein Gähnen. „Sooo... müde“ seufzte ich. Zwar hätte ich die Möglichkeit gehabt mir einen beruhigenden Tee zu kochen. Doch wollte ich es nicht riskieren, dass Herb davon aufwachte und zusätzlich hatte ich mittlerweile das Problem, dass ich scheinbar Immun geworden war. Anfangs ging es noch ganz gut. Aber schon bald brauchte ich immer mehr, bis es irgendwann es gar nicht mehr funktionierte. „Schande aber auch!“ zischend wälzte ich mich hin und her. Da ich im Buch nichts gefunden hatte, kam mir die Idee, dass der Magiehändler eventuell etwas hätte, was mir helfen könnte. Entschlossen kniff ich die Augen zu und hoffte, dass es bis zum Morgengrauen nicht mehr lang hin dauert.


    Herb saß sich wie immer sorglos am reichlich gedeckten Tisch, der von meiner Wenigkeit schon bei den ersten Sonnenstrahlen angelegt wurden war. Gewundert hatte es ihm nie wirklich, da es schon fast zur Regel gehörte. Allerdings sah man mir an, dass ich nicht viel Schlaf hatte und ehr schief am Frühstückstisch saß. „Kind, siehts du scheußlich aus. Hast du wieder nicht schlafen können? “ mit einen ehr düsteren Blick nickte ich ihm zu. „Hast du es mit einen schöne Lavendeltee…“ ich unterbrach ihn und erklärte, dass es schon längst keine Wirkung mehr hätte. Gefrustet erzählte ich ihm weiter, dass ich es mit Magie versuchen wolle. „Haru, wie oft soll ich es dir noch sagen. All dieses ganze Magiezeug. Du weiß du gar nicht wie das funktioniert, als auch über eventuell Nebenwirkungen weißt du nicht Bescheid. Lass das lieber sein. Ich bitte dich.“ Ich widerfuhr seiner Bitte. „Mir doch egal. Ich will doch nur wieder in Ruhe schlafen können.“ Kopfschüttelt machte sich Herb mit dem dreckigen Geschirr auf zur Küche. „Schwabschwanz…Wie immer weicht er eine Diskussion aus.“ Dachte ich mir leise. „Dabei bleibt mir doch schon nicht mehr anders übrig. Als hätte ich sowieso eine Wahl“. Ein Ruck Verzweiflung machte sich in mir breit.


    Schon völlig entnervt machte ich mich, mit einem großen Sack, geschnürt auf meinen Rücken und welcher gefüllt war mit Kräutern, auf dem Weg ins Dorf. Mit jedem Schritt wurde der Sack schwerer, so aber wuchs auch die Vorfreude auf das, was mir auch immer helfen möge, die nächste Nacht gut schlafen zu können.